Kirchenmusik in der Region Düren Kirchenmusik in der Region Düren
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Kirchenmusik in der Region Düren * Orgelinformationen
KircheSt. Caecilia Niederzier
PfarreSt. Caecilia Niederzier (Dekanat Düren-Ost)
Registerzahl25 + 2 Tr.
BauweisePneumatische Kegelladen
Baujahr1927
OrgelbauerJohannes Klais, Bonn
Disposition
Hauptwerk I C-f'''Schwellwerk II C-f''''Pedal C-f'
Grossgedackt 16' Geigenprincipal 8' Principalbaß 16'
Principal 8' Bordun 8' Subbaß 16'
Violoncello 8' Quintatön 8' Gedacktbaß 16' (Tr. aus I)
Offenflöte 8' Salicional 8' Oktavbaß 8'
Dulciana 8' Vox coelestis 8' Dulciana 8' (Tr. aus I)
Rohrflöte 4' Praestant 4' Choralbaß 4'
Rauschquinte II Querflöte 4' Posaune 16'
Mixtur III-IV Waldflöte 2'
Trompete 8' Progressia III-IV
Krummhorn 8'

Normalkoppeln, Sub II-I, Super II-I (voll ausgebaut), Super in II, Registerschweller als Fußtritt und korrespondierendem Stellhebel, Jalousieschweller (entfernt); Opus-Nr. 686

Hinweise

Die Orgel von 1927 stellt ein beeindruckendes Spätwerk der deutsch-romantischen Orgelbautradition dar. Der neugotische Mittelteil des Eichenholzgehäuses stammt wohl noch von einem älteren Instrument aus dem 19. Jahrhundert und wurde durch zwei Seitenflügel ergänzt, um die Orgel in das relativ breite Mittelschiff von St. Cäcilia einzupassen.
Die rechte Hälfte bildet das Schwellwerk, welches auschließlich über waagerechte Schwelljalousien in der Decke verfügt. In der Front gibt es keine Schwelltüren. Hinter den Prospektpfeifen (Principal 8́ des Hauptwerks) gab es stattdessen eine gedämmte Holzwand, die denn Sinn hatte, eine Klangabstrahlung ins Gewölbe zu erzielen. In den 1950er Jahren wurde diese Wand entfernt und die Mechanik der Schwelljalousien, die seitdem dauerhaft geschlossen sind, stillgelegt. Unmittelbar hinter der Holzwand stehen drei Hauptwerksregister, von denen zwei als Transmission auch im Pedal spielbar sind. Dadurch wurde ursprünglich eine äußerst umfangreiche Crescendo-Wirkung für alle Teilwerke der Orgel erreicht. Da es sich bei den drei Registern um Grundstimmen mit großen Pfeifen handelt, die unmittelbar hinter dem Prospekt stehen, wird die Klangabstrahlung des Schwellwerks in ähnlichem Maße gedämpft wie es einst die Holzwand tat. Mit den dauerhaft geschlossenen Schwelltüren in der Decke kann das Schwellwerk zur Zeit nur im Pianoklang tönen.
Des Weiteren besitzt das Instrument eine voll ausgebaute Superkoppel-Anlage (!) für das II. Manual. Leider wurde im Zuge einer Generalüberholung in den 50er Jahren ein viel zu schwacher Motor eingebaut.
Eine erneute Generalüberholung, bei der schließlich auch wieder das Schwellwerk in der ursprünglichen Form rekonstruiert werden soll, steht in den nächsten Jahren an und wird hoffentlich auch einen leistungsfähigeren Motor mit sich bringen. [Frank Grobusch]

Ende 2011 wurde die Orgel durch die Orgelbaufirma Heinz Wilbrand aus Übach-Palenberg (Inh. Heribert Coenen) grundlegend repariert und intoniert.
Artikel Dürener Zeitung

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