Kirchenmusik in der Region Düren Kirchenmusik in der Region Düren
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Kirchenmusik in der Region Düren * Kircheninformationen
KircheSt. Mariä unbefl. Empfängnis in Pier
Baujahr1959
Größeca. 300 Sitzplätze
HistorieIm 7. Jh. hat es in Pier eine christliche Gemeinde gegeben. Außer dem 1949 aus dem Gestein des zerstörten Turmes geborgenen Grabstein der Christin Cheldofrida wurden Votivsteine keltisch- römischer Muttergottheiten, sog. Matronensteine und ein Weihestein der "Großen Mutter" gefunden. Wahrscheinlich war hier schon eine vorchristliche Kultstätte. 922 überließ der Kölner Erzbischof Hermann (890-925) den durch die Ungarn aus der Abtei Gerresheim vertriebenen Nonnen das St. Ursula-Stift in Köln mit dessen Besitzungen, u.a. auch die Kirche Pier. Sie war eine bischöfliche Kirche. Zur "Mutterkirche Pier" gehörten Bonsdorf, Jüngersdorf, Krauthausen, Luchem, Lucherberg, Merken, Müllenark mit Schophoven, Pommenich, Stütgerloch, Vilvenich. 1318 wurde die Kirche dem Stift Gerresheim und dem von ihr abhängigen Stift St. Ursula inkorporiert. 1358 schlug der Jülicher Landesherr dem Kölner Dompropst als dem zuständigen Archi diakon seinen Pfarrer für die vakante Stelle vor; es scheint also das Patronat an den Landesherrn übergegangen zu sein. 1533 hatte die Pfarre vier (Neben)altäre (Vikarien): zum hl. Nikolaus, zur hl. Katharina, zum hl. Hubert und zum hl. Sebastian; der Hauptaltar war der Unbefleckten Empfängnis der Allerseligsten Jungfrau Maria geweiht. 1804, bei der Organisation des ersten Bistums Aachen, erscheint der hl. Sebastian als Pfarrpatron der dem Kanton Düren zugeteilten Kirche. Vorher war Pier Pfarre im Landdekanat Jülich. Gleichzeitig wurden Luchem, Merken und Schophoven selbständige Pfarre, Jüngersdorf, Luchem und Stütgerloch kamen zu Langerwehe. Von 1825 an gehörte die Pfarre zum Dekanat Derichsweiler. 1853 wurde Schophoven abgetrennt und zur Pfarre erhoben. Der schon im vorigen Jahrhundert in Pier aufgegangene Ort Bonsdorf wird im liber valoris , einem Abgabenverzeichnis an den Kölner Erzbischof, nach 1300 als Pfarre aufgeführt. 1806 wurde die Bonsdorfer St. Ursula-Kirche, in unmittelbarer Nähe der Pierer Kir che gelegen, Nebenkirche von Pier; um 1840 war sie so baufällig, daß sie geschlossen werden mußte, 1844 wurde sie abgerissen.

Die Kirche aus dem 7. Jh. war eine rechteckige, dreischiffige Holzkirche, etwa 10x8 m, mit rechteckigem Altarraum, ca. 4x3 m. Im 10./11. Jh. errichtete man eine kleinere rechteckige Steinkirche mit eingezogenem Rechteckchor; etwa 100 Jahre später erhielt sie ein südliches Seitenschiff mit vorgebauter halbrunder Apsis im Osten, danach einen Turm im Westen, wohl in Verbindung mit einem neuen Langhaus. 1822 ließ der Bürgermeister von Pier diese Kirche wegen Baufälligkeit schließen. Der Gottesdienst wurde in der Bonsdorfer Kirche gefeiert bis er, vom 25. November 1825 an, wieder in der neuerbauten Kirche gehalten werden konnte. Dieser klassizistische Bau, 1892 gotisierend restauriert, fiel Ende November 1944 dem Kriegsgeschehen zum Opfer, nur die Südwand und die Umfassungsmauern des Chores blieben erhalten. Sie wurden in den Neubau aus 1955/57 vom Architekten Paul Bernert, Rheydt, miteinbezogen. Am 15. August 1959 war die Weihe der Kirche.
Am 18. Mai 2008 wurde die Kirche profaniert und wird wohl in den kommenden Jahren wie der gesamte Ort Pier abgebaggert werden. (Quelle: Bistum Aachen)
 
PfarrgemeindeSt. Mariä Unbefl. Empfängnis Pier
DekanatLangerwehe
StrasseHüttenstr. 8
PLZ Ort52459 Inden

Informationen über Orgeln (Disposition etc.) in dieser Kirche:
Orgelbauer: Karl Bach, Aachen14 + 1 Ext. RegisterDetailanzeige

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